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2013-10-06T03:02:07+02:00

amerikanisches Leben

Veröffentlicht von vicki-tastic

so meine Lieben, schnappt euch ein Tässchen Tee und los geht's:

langsam schleicht sich die Normalität ein. Ich hab mir aber vorgestellt, dass Normalität langweilig und monoton und einfach negativ ist. Ist es aber nicht. Es ist schön Leute in der Schule zu haben, mit denen du abhängst und auf die du zählen kannst. Es ist schön, sich wie zuhause zu fühlen und ohne schlechtes Gewissen was aus dem Kühlschrank zu nehmen. Es ist schön, nicht mehr in der Stadt oder Schule verloren zu gehen. Und am schönsten ist es, ohne Hemmungen jemanden in einer fremden Sprache anzuquatschen. Kurzum: mir gehts super.

Die Woche habe ich mir meine Impfung gegen Grippe geholt. Das ist hier in den USA ziemlich angesagt. Und ja, ich kannte die Impfung auch schon von Deutschland aber soweit ich weiß, holt sich die niemand in Deutschland. Jedenfalls haben die hier ziemlich drauf bestanden aber meine Versicherung hat das nicht übernommen also musste ich erstmal locker 60 Dollar bezahlen. Dafür hat die Impfung nicht wehgetan und ich hab ein Pflaster mit Tieren drauf bekommen, also alles gut :-)

Gestern war die wohl unheimlichste Nacht meines Lebens. Ohne Scherz. Es war eine stressige Woche für meine Gasteltern und deswegen haben wir beschlossen uns 'nen Film auszuleihen und einfach mal nichts zu machen. Wir haben dann "The Life of Pi" angeschaut (das hat garnichts mit meinem eigentlichen Thema zu tun aber: was war das denn bitte? Ich meine beeindruckende Bilder ja aber so richtig Handlung war da nicht so vorhanden...). Wie auch immer. Das Wetter war die Woche schon deutlich kühler und gestern war es dann regnerisch den ganzen Tag (heut gabs einen halben Meter Schnee im Nachbarstaat..). Also wo wir gerade am Film schauen waren, hatten wir Gewitter. Es war aber komisches Gewitter, irgendwie nur Blitz und kein Donner. Und das ging dann ein ganzes Stück. Auf einmal kracht es so laut, ich übertreibe WIRKLICH nicht, als würde die Welt untergehen. Licht aus, Fernseher aus. Draußen auf der Straße ging die Hupe von einem Auto pausenlos. Mein Gastbruder fängt an zu weinen, einfach Chaos. Zum Glück haben wir dann wieder Elektrizität gehabt und das Licht ging wieder. Aber dann haben wir gemerkt, dass es die Hupe vom Auto meines Gastvater ist und als er rausgegangen ist mit seinem Autoschlüssel hat das Auto nicht reagiert. Ich kürze jetzt ab: der Blitz hat DIREKT in sein Auto eingeschlagen, es gab ein Loch im Boden und alle 3 TVs sind im Eimer. Das Auto übrigens auch, leider. Und das Telefon. Und Telefon und Fernseher wird erst in 3 Wochen repariert. Das nervt echt. Meine Gasteltern tun mir leid, weil immer irgendwas anderes los ist. Es war wirklich unheimlich.

Ich entschuldige mich an dieser Stelle für diesen zusammenhanglosen Schreibstil aber es fällt mir momentan schwer Ordnung in irgendetwas zu bringen - nächstes Thema: nächste Sportart/Aktivität. Die Volleyballsaison ist jetzt bald vorbei und ich kann langsam mein Fazit aus dieser Sache. Ich werte es einerseits als eine gute Erfahrung und einerseits als nicht so gute Erfahrung. Ich versuche aber alles in allem es als positiv zu sehen. Und ich hab mir Gedanken gemacht, wie es weitergehen soll. Momentan schwanke ich zwischen 2 Dingen: Cheerleaderin für's Wrestling-Team oder Managerin für's Dance-Team. Beides klingt für mich mega gut und vorallem nach Spaß und am liebsten würde ich beides machen. Mal sehen, ich halte euch auf dem Laufenden.

Hier mal ein Top 5 Ranking was ich in Deutschland vermissen werde: 

# 1 - Milch trinken zu jeder Tages- und Nachtzeit. Aus 3.8l Flaschen für 2€.

# 2 - Theoretisch in der Lage zu sein von einem 14-jährigen legal in der Gegend rumgefahren zu werden (das ist doch echt verrückt!)

# 3 - FOOTBALL SPIELE und mehr mit Leuten zu quatschen als aufzupassen wer gewinnt :)

# 4 - mit dem Pjyama in die Schule zu gehen und keinen würde es interessiert, nicht mal annährend

.. und damit komme ich zu meinem nächsten Punkt: amerikanische Teenager und der Stylefaktor. Immer Locker vom Hocker trifft's auf den Kopf (sagt man das so?). Der Prototyp eines Jungens in der Schule: T-Shirt oder Hoodie (alles noch im grünen Bereich) und Jogginghose oder Shorts (geht ja auch noch obwohl ich mich frage ob das in Deutschland nicht doch für ein paar fragwürdige Blicke sorgen würde) und - der Brüller - Tennissocken, kommt besonders gut bei kurzen Shorts, und Badelatschen. Kein Scherz. Am besten noch neon-Farben oder so. Mittlerweile schmunzel ich nur noch drüber und eigentlich ist das ja schon eine gute Sache wenn jeder das tragen kann, was er will und nicht schief dafür angeschaut wird und wir sollten uns daran ein Beispiel nehmen. Aber ich dachte echt, das wäre so ein Ding was verboten ist oder so...

Ich glaube das hab ich schon in meinem letzten Post geschrieben aber am liebsten mag ich momentan in der Schule Spanisch. Zumindest hab ich da den meisten Spaß. Danach kommt Kochen, danach Mathe und Geschichte. Es gibt kein Fach, was ich überhaupt nicht gerne mache. Selbst wenn mir das Fach an sich ein bisschen zu langweilig ist, mag ich es mit den Leuten in der Klasse zusammen zu sein und da gleicht sich das dann aus.

Nachdem ich mich jetzt erfolgreich von meinen Geschichtshausaufgaben gedrückt habe, mache ich mich jetzt besser mal an die Arbeit. Ich melde mich bald wieder :**

hier hört echt jeder Country, werde das vermissen.

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